Ein skandinavisches Strategiespiel für 2 Spieler
Spielanleitung:
Tafl ist ein unbalanciertes Spiel, das heißt, das Angreifer und Verteidiger mit unterschiedlichen Schwierigkeiten umgehen müssen. Daher sollten stets mindestens zwei Partien mit wechselnder Rollenverteilung gespielt werden.
Das Spielziel ist dem Schach sehr ähnlich: Der König ist gefangen zu nehmen, jedoch hat – anders als beim Schach – nicht jeder Spieler einen König, sondern nur der Verteidiger. Dieser muss versuchen, aus der belagerten Stadt seinen König an die Landesgrenzen in Sicherheit zu bringen. Die Landesgrenzen sind durch die vier Eckfelder des viereckigen, aber nicht notwendigerweise quadratischen Spielfeldes gegeben. Erreicht der König eines dieser Felder, so hat der Verteidiger gewonnen, wird der König auf seinem Weg dahin von angreifenden Truppen so bedroht, dass er nicht mehr ziehen kann, so hat der Angreifer gewonnen, der König ist dann quasi mattgesetzt.
Bewegung der Figuren: Der Angreifer beginnt das Spiel. Folgende Regeln liegen allem zugrunde:
* In jedem Zug MUSS eine Figur bewegt werden! Es herrscht also Zugzwang!
* Die Figuren KÖNNEN so weit gezogen werden wie möglich!
* Ein Zug MUSS immer auf einem freien Feld enden.
* Das Überspringen eigener oder fremder Figuren ist nicht möglich!
* Die Bewegung MUSS auf einer horizontalen oder einer vertikalen Linie erfolgen (so wie der Turm beim Schach)
Schlagen von Figuren: Anders als beim Schach wird nicht direkt geschlagen, sondern erst gefangengenommen. Dieses geschieht dann, wenn eine Figur von zwei gegnerischen Spielsteinen so eingeschlossen wird, das dabei die drei Figuren in einer horizontalen oder vertikalen Linie direkt nebeneinander stehen. Auf diagonalen Linien findet keine Gefangennahme statt! Auch ist es wichtig, daß die „Zange“ durch den Zug entsteht. Zieht eine Figur zwischen zwei Gegner, so findet keine Gefangennahme statt. Allerdings besteht kein Schlagzwang. Wird die Figur gefangengenommen, so wird sie vom Brett entfernt. Dieses Prozedere gilt für fast alle Figuren auf dem Feld. Einzige Ausnahme – wen wird’s wundern: der König. Der Feldherr muß in alle Richtungen am ziehen gehindert werden. Für seine Verhaftung sind demnach vier Spielsteine des Angreifers in der Mitte des Feldes bzw. drei am Spielfeldrand nötig.
Besondere Felder:
* Das Thronfeld darf nur vom König betreten, von allen anderen Figuren jedoch überflogen werden.
* Die Eckfelder muß der König betreten um zu gewinnen, der Angreifer darf sie NICHT besetzen.
* Figuren neben den Eckfeldern können geschlagen werden, da das Eckfeld als gegnerischer Stein zählt (für beide Seiten).
Das Spielende: Es gibt drei Möglichkeiten das Spiel zu beenden.
* Der Verteidiger gewinnt, wenn der König eines der Eckfelder besetzt, der Angreifer, wenn dieses genau nicht passiert.
* Desweiteren hat jeweils derjenige Spieler verloren, der nicht mehr ziehen kann (Zugzwang!!).
Hat der Angreifer nur noch zwei Figuren, dann sollte er aufgeben, da er mit zwei Figuren nicht mehr den König schlagen kann, dieser aber auch alleine noch die rettenden Eckfelder erreichen kann.
Weitere Informationen rund um das Spiel findet ihr bei Stamm3

Viel Spass beim Nachspielen