Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion.
Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer läßt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten.
Die kleinen Blätter lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stengel rebeln und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Povencalische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen.
Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine grösste Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane.
Steckbrief
Heilwirkung:
-anregend,
-antibakteriell,
-beruhigend,
-blutstillend,
-desinfizierend,
-entzündungshemmend,
-krampflösend,
-pilztötend,
-schleimlösend,
-schmerzstillend,
-schweisstreibend,
-tonisierend,
-Atemwege
-Bronchitis,
-Husten,
-Keuchhusten,
-Reizhusten,
-Krampfhusten,
-Asthma,
-Erkältung,
-Halsentzündung,
-Heiserkeit,
-Kehlkopfkatarrh,
-Luftröhrenkatarrh,
-Zahnfleischentzündung,
Verdauungssystem
-Verdauungsschwäche,
-Sodbrennen,
-Blähungen,
-Magenbeschwerden,
-Durchfall,
-Mundgeruch,
-Leberschwäche,
Stoffwechsel
-Rheuma,
-Gicht,
Harnapparat
-Nierenentzündung,
-Blasenentzündung,
-Blasenschwäche,
Frauenheilkunde
-Menstruations fördernd,
-Menstruationsstörungen,
-Unterleibskrankheiten,
-Periodenkrämpfe,
-Eisprung fördernd,
-Geburts erleichternd,
-Wechseljahrsbeschwerden,
Nervensystem
-Nervenschwäche,
-Schlaflosigkeit,
-Alpträume,
-Epilepsie,
-Kater,
Bewegungsapparat
-Verstauchungen,
-Verrenkungen,
-Quetschungen,
-Gelenkschmerzen,
Haut
-Schwer heilende Wunden,
-Entzündete Wunden,
-Ekzeme,
-Schnittwunden,
-Pickel,
-Furunkel,
-Gesichtsrose,
-Erysipel,
-Gürtelrose,
wissenschaftlicher Name: Thymus vulgaris
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Thyme
volkstümliche Namen: Chölm, Demut, Echter Thymian, Garten-Thymian, Immenkraut, Kunerle, Römischer Quendel, Spanisches Kudelkraut, Welscher Quendel, Zimis,
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, u.a. Thymol, Kampfer, Carvacrol, Zineol, Geraniol, Limonen, Linalool, Menthon, Terpinen, Bitterstoff, Gerbstoff, Flavonoide, Cumarine, Harz, Saponin, Salicylate, Pentosane, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Zink
Sammelzeit: April bis Oktober



Anbautipps
Thymian Ursprünglich war der Thymian nicht frosthart, aber inzwischen gibt es Sorten, z.B. „Deutscher Winter“, die den Winter in Mitteleuropa problemlos überstehen und sogar immergrün sind.
Die winterharten Sorten gedeihen gut in Gärten, bevorzugt auf magerem Boden bei voller Sonne.
Auch in Töpfen und Schalen kann man den Thymian anpflanzen, dann darf man ihn aber nicht zu sehr austrocknen lassen, im Gegensatz zum Anbau im Freiland, wo ihm Trockenheit meistens nicht viel ausmacht.
Man kann den Thymian ansäen oder fertige Pflanzen kaufen und in den Garten pflanzen.
Wenn man den Thymian selbst ansät, dann sät man ihn am besten im zeitigen Frühjahr in Töpfen an. Als Erde nimmt man Anzuchterde vermischt mit etwas Sand.
Die Samen werden auf die angefeuchtete Erde gesät und mit etwa zwei Zentimeter Erde bedeckt.
Die Deckerde gut anfeuchten, aber nicht durchnässen.
Während der Keimdauer muss die Erde immer leicht feucht gehalten werden.
Nach etwa zehn Tagen bis drei Wochen keimen die kleinen Thymianpflanzen.
Die jungen Thymianpflanzen brauchen möglichst viel Licht und wollen ins Freie, sobald der Frühling es zulässt.
Wenn die Thymianpflanzen etwa zehn Zentimeter gross sind, kann man sie ins Freiland pflanzen oder in grössere Töpfe umtopfen.
Im ersten Jahr ist der Thymian noch recht zart und sollte nur vorsichtig beerntet werden.
Erst ab dem zweiten Jahr gewinnt er Thymian deutlich an Kraft und Grösse.
Gefunden bei Hildegards Kräuterkunde