Archive forHier heilt die Natur

Gesichtsmaske „Endlich Wochenende“

Zutaten für 2-3 Anwendungen:

200 ml Wasser
1 Teebeutel Kamillentee
1/2 Teebeutel schwarzer Tee
1/2 Teelöffel Thymian
1 1/2 Teelöffel Honig
Haferflocken zum andicken

Zubereitung:

Das Wasser aufkochen und in eine Schüssel geben. Tee, Kräuter und den Honig hinzugeben und gut verrühren bis der Honig aufgelöst wurde.
Den Tee – Honig – Mix gut 1 Minute ziehen lassen und dann mit den Haferflocken unter Rühren langsam auffüllen bis sich eine breiige Masse ergibt. Den Brei unter gelegentlichem Rühren abkühlen lassen.

Anwendung:

Gesicht und Dekollete waschen (ggf. mit Gesichtswasser nachgehen ), von Make – Up Resten befreien und gut abspülen. Den Brei gleichmässig auf die gut getrocknete Haut auftragen. Zurücklehnen und entspannen. Nach 10-15 Minuten abreiben und Reste mit viel Wasser abspülen, nur Trockentupfen.

Tipps:

– Schmelzflocken geben der Masse eine angenehmere Konsistenz und jucken nicht.
– Bitte vorher an unauffälliger Stelle testen um Unverträglichkeiten zu vermeiden.

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Thymian

Der Thymian ist nicht nur eine interessante Gewürzpflanze, sondern auch eine wichtige Heilpflanze im Bereich Husten und Desinfektion.

Die ausdauernde Pflanze wächst Jahr für Jahr tapfer im Kräutergarten und duftet würzig vor sich hin. Im Sommer läßt er kleine zartrosa Blüten sprießen. Bis in den Winter hinein kann man frische Blätter ernten.

Die kleinen Blätter lassen sich ziemlich leicht vom holzigen Stengel rebeln und als Küchengewürz oder Tee verwenden. Povencalische Kochrezepte kann man sich ohne Thymian kaum vorstellen.

Als Heilpflanze ist der Thymian der reinste Tausendsassa. Es gibt kaum ein Einsatzgebiet, wo der Thymian nicht helfen könnte. Seine grösste Stärke liegt jedoch in seiner heilsamen Wirkung auf die Atmungsorgane.

Steckbrief

Heilwirkung:

-anregend,
-antibakteriell,
-beruhigend,
-blutstillend,
-desinfizierend,
-entzündungshemmend,
-krampflösend,
-pilztötend,
-schleimlösend,
-schmerzstillend,
-schweisstreibend,
-tonisierend,

-Atemwege
-Bronchitis,
-Husten,
-Keuchhusten,
-Reizhusten,
-Krampfhusten,
-Asthma,
-Erkältung,
-Halsentzündung,
-Heiserkeit,
-Kehlkopfkatarrh,
-Luftröhrenkatarrh,
-Zahnfleischentzündung,

Verdauungssystem
-Verdauungsschwäche,
-Sodbrennen,
-Blähungen,
-Magenbeschwerden,
-Durchfall,
-Mundgeruch,
-Leberschwäche,

Stoffwechsel
-Rheuma,
-Gicht,

Harnapparat
-Nierenentzündung,
-Blasenentzündung,
-Blasenschwäche,

Frauenheilkunde
-Menstruations fördernd,
-Menstruationsstörungen,
-Unterleibskrankheiten,
-Periodenkrämpfe,
-Eisprung fördernd,
-Geburts erleichternd,
-Wechseljahrsbeschwerden,

Nervensystem
-Nervenschwäche,
-Schlaflosigkeit,
-Alpträume,
-Epilepsie,
-Kater,

Bewegungsapparat
-Verstauchungen,
-Verrenkungen,
-Quetschungen,
-Gelenkschmerzen,

Haut
-Schwer heilende Wunden,
-Entzündete Wunden,
-Ekzeme,
-Schnittwunden,
-Pickel,
-Furunkel,
-Gesichtsrose,
-Erysipel,
-Gürtelrose,

wissenschaftlicher Name: Thymus vulgaris
Pflanzenfamilie: Lippenblütler = Lamiaceae
englischer Name: Thyme
volkstümliche Namen: Chölm, Demut, Echter Thymian, Garten-Thymian, Immenkraut, Kunerle, Römischer Quendel, Spanisches Kudelkraut, Welscher Quendel, Zimis,
Verwendete Pflanzenteile: Blätter
Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, u.a. Thymol, Kampfer, Carvacrol, Zineol, Geraniol, Limonen, Linalool, Menthon, Terpinen, Bitterstoff, Gerbstoff, Flavonoide, Cumarine, Harz, Saponin, Salicylate, Pentosane, Stigmasterol, Beta-Sitosterol, Zink
Sammelzeit: April bis Oktober

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Anbautipps
Thymian Ursprünglich war der Thymian nicht frosthart, aber inzwischen gibt es Sorten, z.B. „Deutscher Winter“, die den Winter in Mitteleuropa problemlos überstehen und sogar immergrün sind.

Die winterharten Sorten gedeihen gut in Gärten, bevorzugt auf magerem Boden bei voller Sonne.

Auch in Töpfen und Schalen kann man den Thymian anpflanzen, dann darf man ihn aber nicht zu sehr austrocknen lassen, im Gegensatz zum Anbau im Freiland, wo ihm Trockenheit meistens nicht viel ausmacht.

Man kann den Thymian ansäen oder fertige Pflanzen kaufen und in den Garten pflanzen.

Wenn man den Thymian selbst ansät, dann sät man ihn am besten im zeitigen Frühjahr in Töpfen an. Als Erde nimmt man Anzuchterde vermischt mit etwas Sand.

Die Samen werden auf die angefeuchtete Erde gesät und mit etwa zwei Zentimeter Erde bedeckt.

Die Deckerde gut anfeuchten, aber nicht durchnässen.

Während der Keimdauer muss die Erde immer leicht feucht gehalten werden.

Nach etwa zehn Tagen bis drei Wochen keimen die kleinen Thymianpflanzen.

Die jungen Thymianpflanzen brauchen möglichst viel Licht und wollen ins Freie, sobald der Frühling es zulässt.

Wenn die Thymianpflanzen etwa zehn Zentimeter gross sind, kann man sie ins Freiland pflanzen oder in grössere Töpfe umtopfen.

Im ersten Jahr ist der Thymian noch recht zart und sollte nur vorsichtig beerntet werden.

Erst ab dem zweiten Jahr gewinnt er Thymian deutlich an Kraft und Grösse.

Gefunden bei Hildegards Kräuterkunde

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Bertram

Der Bertram ist eine mysteriöse Heilpflanze, die im Mittelmeerraum heimisch ist. Sie ähnelt der Kamille, schmeckt aber sehr scharf.

In der Pflanzenheilkunde spielt sie kaum eine Rolle, auch in den meisten Kräuterbüchern fehlt sie. Wenn Hildegard von Bingen den Betram nicht für die tägliche Ernährung und als Heilkraut empfohlen hätte, wäre der Betram vielleicht inzwischen völlig in Vergessenheit geraten.

Weil der echte Betram wohl nicht immer verfügbar war, haben mehrere andere Heilpflanzen den Beinamen „Betram“ erhalten. Sie sind jedoch kein „echter“ Betram.

Da gibt es beispielsweise die Sumpf-Schafgarbe, die dem echten Betram ähnlich sieht. Auch der Baldrian wird manchmal fälschlicherweise Betram genannt und ebenso der Estragon.

Steckbrief

Heilwirkung: adstringierend,
-verdauungsfördernd,
-hautreizend,
-nervenstärkend,
-schleimlösend,
-Herzleiden,
-Lungenkrankheiten,
-Magen stimulierend,
-Mundwasser,
-Angstzustände,
-Rheumatismus,
-Schlaflosigkeit,
-Zahnschmerz,
-Speichel fördernd,
-Bettnässen,
-Insektenbekämpfung,
-Diabetes (umstritten),

wissenschaftlicher Name: Anacyclus pyrethrum
Pflanzenfamilie: Korbblütler = Asteraceae
englischer Name: Pellitory
Verwendete Pflanzenteile: Wurzel
Inhaltsstoffe: Pellitorin, Pyrethrin, ätherische Öle, Inulin, Gerbstoffe, abwehrsteigernde Zuckerverbindung
Sammelzeit: Herbst

Bertram

Gefunden bei Hildegards Kräuterkunde

Anwendung
Die Betramwurzel wird meistens als Pulver verwendet.

Aber auch als normaler Tee, Tinktur und in Salben kann man den scharfen Betram einsetzen.

Hildegard von Bingen empfiehlt Betram wegen seiner verdauungsfördernden und säftereinigenden Wirkung. Ausserdem schätzt sie ihn für seine Hilfe gegen Lungenleiden, Herzleiden und Magenprobleme.

Ein Rezept von Hildegard gegen Lungenleiden:
Man kocht Wachholderbeeren, zweimal soviel Wollblume und viermal soviel Bertram in gutem reinen Wein, lässt dies darauf in einem Topfe und giebt rohen, in Stücke zerschnittenen Alant hinzu, filtrirt und nimmt das Getränk zwei oder drei Wochen lang nüchtern und auch nach der Mahlzeit, bis man gesund ist.
Pflanzenbeschreibung
Betram ist heimisch im Mittelmeerraum, Arabien und dem Kaukasus.

In Mitteleuropa kommt er nur angebaut vor.

Seine Gestalt ähnelt der Kamille, er ist jedoch eine scharf schmeckende Pflanze.

Die Stengel wachsen teilweise am Boden entlang, bevor sie sich in die Senkrechte erheben. Jeder Stengel trägt eine Blüte mit einem gelben Körbchen und weissen Zungenblüten.

Die luftigen Blätter sind fiederartig eingekerbt.

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Wichtiges vorweg

Frische Kräuter sind ein wahres Geschmackserlebnis. Auch ihr Duft macht meist viel her. Jedoch ist es nach wie vor nicht ungefährlich, Kräuter selbst zu sammeln. Wer auf dem Balkon oder Fenstersims etwas Platz hat, sollte lieber selber anpflanzen, so ist ein wenig Sicherheit gegeben das man keine Giftpflanzen verzehrt.
Kauft man Kräuter, so ist es ratsam ungemahlene und ungerebelte zu erwerben. Kurz vor der Anwendung zerstoßen haben sie wesendlich mehr Aroma als fertig abgepackt.
Möchten sie lieber in der freien Natur sammeln, so achten sie auf alle Partien der Pflanzen. Bitte bedenken sie auch, das manche unter Naturschutz stehen.

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Zutaten: Bärlauch

Bildquelle: Wikipedia

Es ist Frühling und auf dem Markt und in vielen Gemüsetheken taucht er wieder auf, der Bärlauch. Doch warum ist er so beliebt?

Bärlauch hat viele Namen. Da wären zum Beispiel die Langform Bärenlauch, Hexenzwiebel, Waldknoblauch oder auch Zigeunerlauch. Man findet ihn in vielen Laubwäldern und erkennt ihn an den weißen Doldenblüten im April. Bärlauch zählt zu den Gewürz- und Heilpflanzen und wurde oft in Klostergärten angebaut. Inzwischen gibt es Bärlauch getrocknet zu kaufen, allerdings hat er so bereits das Meiste an Geschmack und Wirkung verloren. Am besten ist es ihn frisch zuzubereiten oder schnell einzufrieren. Man kann ihn auch in Essig oder Öl konservieren, allerdings sehr zum Nachteil des Geschmacks.
Ab März, wenn der Frühling Einzug erhält, kann man seine jungen Blätter morgens rupfen, generell ist die ganze Pflanze verwertbar. Bärlauch hat einen hohen Vitamin C Anteil. Seine antibakterielle Wirkung wird als blut- und magenreinigend geschätzt. Der dafür zuständige Wirkstoff Allicin ist eine Schwefelverbindung die neben dem Bärlauch auch Knochlauch innewohnt und beiden den eigenartigen und typischen Knoblauchduft bereitet.
Heute wird Bärlauch wieder gern zum Kochen benutzt, so kann man im Landgasthaus beim Kargl zum Beispiel Bärlauchspätzle genießen.

Bärlauch wird auch heute noch mit Maiglöckchen und Herbstzeitlosen verwechselt, darum hier ein Vergleichsbild.

Bildquelle: Wikipedia

Zur medizinischen Wirkung vom Bärlauch ist folgendes bekannt:

Bärlauch hilft bei sowohl Darm-, Herz- und Kreislaufproblemen, als auch bei Blutdruckerhöhung und schlechtem Cholesterin-Status. Zusätzlich bekämpft er sogenannte freie Radikale und kann oftmals Kopfschmerzen, Schwindel und Müdigkeit beseitigen. Seine Heilkraft ist durch die vorhandene Schwefelverbindungen in geschwächter Form begründet.

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Zutaten: Anis

1543 erschien ein Kräuterbuch in dem Anis besondere Kräfte zugeschrieben wurden.  Wasche man sich damit, sollte man sein jugendliches Aussehen behalten. Anis soll desweiteren die Milchproduktion während der Schwangerschaft steigern und lustfördernd sein.

Die Blüten des Anis passen gut zu Fruchtsalaten, während junge Blätter Gemüse, Suppen und vor allem Salate würzen. Anis wird auch gerne zum dekorieren benutzt.

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